Wenn der Kopf „Nein“ sagt…

Ja mich gibt es auch noch, nur momentan habe ich keine Zeit oder keine Lust zu schreiben, da ich hier in Stukenbrock vollkommen ausgelastet bin. Klar, aufraffen kann man sich immer, aber hey, irgendwann muss mal Entspannung sein.

Das Thema worüber ich hier im Verlauf schreiben werde, ist sicherlich jedem aktiven Läufer schon über den Weg gelaufen. Ich bin auf das Thema erst heute gekommen. Also gekommen, indem ich darüber schreibe. Beschäftigen tut mich das Thema schon länger…
Als wir dann heute beim Joggen mit ungefähr 16 Mann waren (wir waren mit einigen Leuten von der Polizei laufen), und uns schon im vornherein gesagt wurde, es werden 9km, wusste ich:“ jo, wird schön.“ Diesen Satz hätte ich vor langer Zeit nicht gesagt. Ich gehe schon lange Laufen, am Anfang nicht so durchgehend und auch nicht wirklich weite Strecken, aber ich bin gelaufen um mich irgendwie fit zu halten. Klar, durch den Hundesport und dem dortigen Laufen auf Turnieren, hatte ich mich auch sportlich Betätigt, aaaber dafür muss man das Turnier überhaupt gemeldet haben.
So komm ich auch auf mein Thema. Wenn der Kopf ‚Nein‘ sagt.

Ich erklär euch mal wie meine ‚Nein‘ Situationen aussahen. Und zwar für eine ziemlich lange Zeit. Meine Laufstrecken befinden sich inzwischen zwischen 5-14km. So im Durchschnitt sind es meistens 8km. Mal fällt es mir weniger schwer, mal etwas mehr. Doch dann gibt es diesen Moment. Man ist vollkommen motiviert, kann aufgrund der Zeit vielleicht nur 6km raushauen, man hat sich seine Strecke im Kopf schon ausgesucht und läuft los. Ich laufe also und bei Kilometer 4 bin ich ganz lange vor eine Wand gelaufen. Ich hatte mir da eingeredet, dass ich nicht mehr kann. Mein Körper hatte sich dann angepasst und gab mir das Signal, dass er nicht mehr kann. So bin ich ziemlich lange rumgelaufen und brach meine Läufe immer wieder ab. Auch waren meine Zeiten sehr schlecht. Meistens war ich so bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 7-8min/km. Das ist für meine Verhältnisse echt langsam, rückblickend betrachtet.
Ich hatte mir zu diesem Zeitpunkt natürlich auch Gedanken gemacht woran das liegen könnte, bin aber nie draufgekommen, dass es meine Psyche ist, die ich kirre mache und die mir einen Streich damit spielt. Ich meine, ich konnte dann auch mal eben spontan 12 km Laufen, obwohl ich eine Woche zuvor noch bei 4km abgebrochen hatte. Man steht dann da und sagt zu sich: „Heute lauf ich 10km. Das schaff ich.“ So ist das auch wirklich. Meine ersten 10km entpuppten sich allerdings als 12km und waren für meine ungeübten Beine schrecklich, aber ich war stolz darauf diese gemeistert zu haben.
-> Ihr müsst wissen, ich spreche von einer Entwicklung von 3 Jahren. Denn seit dieser Zeit habe ich mir das Laufen ernster vorgenommen und hatte auch meine Ziele gesteckt.

In den drei Jahren konnte ich mal so oder so laufen, hatte immer noch nicht an dieses vor der Wand laufen gearbeitet, war aber mit meiner Durchschnitszeit höher Gegangen und mit meiner Strecke auch. Erst seit diesem Jahr betreibe ich auch wirklich ernsthafte Kopfarbeit, da ich merke wie es mir gut tut und was ich damit bewirken kann. Klingt jetzt vielleicht doof, aber so ist es nun mal.
Ich laufe inzwischen nur noch Strecken die bis zu 7km lang sind, darunter findet nichts mehr statt. Nach oben, natürlich, ist immer Luft. Die Luft ist ja auch da, also daran soll es nicht scheitern. Meine Kraft in den Beinen ist auch da, fehlt nur noch der Kopf der mitspielen muss.

Man kann ja viel im Internet lesen und es gibt sehr viele Blogs die echt gut darüber informieren und Tipps geben, die vielleicht auch hilfreicher sind als meiner, aber das ist mein Einblick wie ich an mir gearbeitet habe und mein „Problem“ in den Griff bekommen habe.
Da kommt nämlich dieses Wort positive Selbstinstruktion vor. Hat sicherlich der ein oder andere gelesen und weiß damit was anzufangen. Meine positive Selbstinstruktion musste erst mal riesige Überzeugungsarbeit leisten. Lange bin ich joggen gegangen um den Speck wegzubekommen, dann wurde es so eine halbe Leidenschaft, dann wurde es von der Polizei verordnet einmal in der Woche joggen und gehen und inzwischen würde ich mich als Leidenschaftlicher Läufer beschreiben. Nicht jeder leidenschaftlicher Läufer läuft einen Halbmarathon oder Marathon, es gibt auch die, die mit der Kilometerzahl weiter unten sind, aber trotzdem konstant dabei sind.
Richtig klick hat es gemacht, als ich mir mal wieder die 12Kilometer vorgenommen hatte. Ich weiß, dass ich irgendwann mal laufen muss, da ich es zuvor ja auch öfters machen musste, also ist doch die logische Schlussfolgerung, dass es wieder passieren wird. Phaa, Pustekuchen. Ich muss sagen ich bin stolz auf mich. Kein einziges mal bin ich gegangen! Der Hammer! Zeitlich hatte ich mich auch vom Hocker gehauen und mir meine eigene persönliche Bestzeit auf der Strecke aufgebaut.

Bei diesem Erlebnis hatte ich dann kapiert, das ich an mir arbeiten muss. Ihr seht auch, dass dies auch erst vor sehr kurzer Zeit passiert ist. Und wenn ihr fragt, geht das wirklich so schnell? Ich kann es euch nicht beantworten. Ich steck da immer noch drin. Heute die 10km waren auch vom Gefühl er wunderbar. Ich hatte mir nichts zu kämpfen. Nicht mit mangelnder Luft oder Schmerzen, zu hohen Tempo o.ä.! Vielleicht sollte ich anfangen meine Strecke noch weiter zu erhöhen, sodass 10km meine Durchschnittsstrecke wird. Ich habe ja schließlich Ziele die ich erreichen will 🙂

Schreibt mir mal eure Erfahrungen mit der Kopfarbeit! Gute Nacht und schlaft gut, Rieke 🙂

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