Nizza- Frankreichreise Teil III

Der letzte Teil ist Online! Viel Spaß beim lesen 🙂

 

Ich bin geteilter Meinung bezüglich Nizza. Alles was ich über Nizza mir ausgemalt hatte, wie es Aussieht, wie die Menschen dort sind, konnte ich nur auf die Erinnerungen stützen wie es in Paris war. Paris mit seinen großen Straßen, den riesen Alleen. Die gehobene Art die viele Pariser mit sich tragen. Die Straßenverkäufer entlang der Seine die ihre Kleinigkeiten anbieten. Die Notre Dame die tausende von Besucher anlockt. Vor dem oft ein riesen Schwarm von Tauben Brotkrumen suchen. Das Louvre das im Tuileringarten ein Kunstwerk darstellt und durch sein Gläsernes Dasein und dem darunter verborgenen Museum weiter Touristen jährlich anlockt. Paris heißt nicht umsonst die Stadt der Liebe. Paris ist wunderbar wenn man einmal da war. Ich würde da sofort hinfahren wenn es sich anbieten würde. Paris ist eine wunderbare barocke Stadt mit vielen Unterschiedlichen Einflüssen.
Und dann kommt Nizza. Fährt man in die Stadt rein wird man von großen Palmen und drei- bis vierspurigen Bahnen überhäuft. Über den Fahrstil der Franzosen brauch ich mich gar nicht äußern. Wer schon mal in einer französischen Stadt war, weiß wie die hier so drauf sind. Unser Weg führte uns direkt auf die Hauptstraße, dort wo das Zentrum des Seins ist- Promenade des Anglais- angefangen im 18 Jahrhundert wurde diese Allee von den reichen Engländern erbaut. Man wollte schließlich einen schönen Weg entlang des Meeres haben. Über diese Promenade fährt man und kann dann zwischen verschiedenen Abzweigungen in die Stadt fahren. Da wo man gerade so hin muss. Die Stadt ist so aufgebaut, das man immer nur in eine Richtung abbiegen kann. Wenn man also mal vorbeigefahren ist, muss man einmal um den ganzen Block fahren und der ist teilweise ziemlich lang. Dazu kommt noch die Aussichtslose Parksituation. Ich empfehle niemanden mit seinem Auto hier hin zu fahren. Charly’s Auto wurde gerade angefahren und hat jetzt wunderschöne Kratzer.
Die Straßen hier sind ziemlich schmal. Es stehen parkende Autos hier und es ist nur eine Richtung befahrbar. Ampeln die rot sind, werden trotzdem passiert, die Gehwege sind schmal und die Häuser unten sehen teilweise verlassen aus. Ich empfehle euch immer mit dem Kopf nach oben durch Nizza zu laufen. Es sei denn ihr wollt in ein Restaurant gehen, dann empfehle ich euch nach unten zu gucken. Aber hier ist vieles ziemlich teuer. Selbst eine Kugel Eis kostet hier 2 Euro.
Unsere ersten Tage hier waren scheiße. Zwei von Vieren. Der erste Tag bestand daraus herauszufinden wo man mit dem Hund denn an den Strand darf. Und die Betonung liegt auf darf. Inzwischen haben wir am dritten Tag einen gefunden. Dazu aber später etwas mehr.

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Zuerst unser Hotel. Dies liegt in der 16 Rue Chauvain und es trägt den kreativen Namen Le Seize ( auf Deutsch: Die 16), sehr kreativ… In der Beschreibung stand das wir ungefähr 10 Minuten zum Strand brauchen, dem Stimme ich zu. Von uns aus muss man einfach die Straße links runter vom Hotel, durch den Park gehen, der laut Internet den Namen Promenade du Paillon trägt. Von da aus geht man einfach zum Place Masséna und folgt dann einer kleinen Straße und schon ist man an der Promenade. Man ist dann noch nicht automatisch am Strand wo man mit Hund hin darf. Neeein, den haben sie ganz ans andere Ende von uns aus verfrachtet. Der Strand ist in Nummer aufgeteilt von 1-22. Und der Hundestrand trägt die Nummer eins, also dürfen wir die ganze Strecke bis zum Hundestrand laufen. Das sind ungefähr 7km und mit dem Fahrrad geht es gefühlt auch nicht schneller mit dem Hund als zu Fuß, nur ist das mit dem Fahrrad noch anstrengender… Aber wir haben eine Stelle gefunden, die viel angenehmer ist und die leider erst heute (13.08.2016). Ihr kommt dahin indem ihr die Promenade des Anglais links runter geht Richtung Hafen und dort wo in ihr den „Park“ (Parc de la Colline du Château) gehen könnt. Dort gibt es dann ein Weg der zu einem Leuchtturm führt und schon daneben geht es nach unten zum Wasser. Ich würde in Zukunft eindeutig dort hingehen.
Jetzt zu unserem Zimmer. Es ziemlich klein. Ein großes Bett, ein Bad in dem man sich um die eigene Achse drehen kann mit einer Mini-Dusche. Genügend Platz zum durchlaufen findet man auch noch. Wir haben das Problem das wir zwei Fahrräder mit aufs Zimmer nehmen mussten. Und plötzlich war das nur noch ein Rad. Wir waren kurz unterwegs und schon wurde ein Fahrrad von uns geklaut. Empfehlung: Nehmt kein Fahrrad mit. Ganz einfach… Die Sache ist auch, dass uns das Fahrrad nicht mal gehörte… Das war am zweiten Tag wo ich einfach nur dachte besser kann der Tag doch nicht mehr werden. Dazu kam dann aber noch das Dundees Pfoten einfach nicht besser werden wollten. Schwimmverbot für ihn.
Die ersten drei Tage haben wir auch einfach nur am Strand verbracht, weil ich noch an meiner Farbe arbeiten wollte. Hab ich auch, jetzt bin ich so ziemlich zufrieden mit dem Ergebnis. Natürlich hab ich mir auch einen Sonnenbrand zugezogen, denn was wäre denn kein schöner Sonnenbrand? Der dritte Tag wurde dann anders angegangen. Beim morgendlichen Spaziergang mit Dundee bin ich mal woanders hingegangen und hab dadurch eine etwas andere Ecke kennen gelernt, dir mir durch die ruhige Art echt gut gefiel. Und zwar der Hafen. Ja ich mein es ernst. Hinter diesem Berg auf der anderen Seite, war es irgendwie entspannter. Abseits von der riesen Promenade und den überhäuften Touri-Stellen. Ich bereute es meine Kamera nicht mitgenommen zu haben aber das Licht war sowieso zu intensiv, denn ab 10 Uhr kann man es vergessen Fotos zu machen, da die kantige Linien haben.  Und ab 17:30 kann man wieder los, da hat man dann ein ziemlich kleines Fenster um die goldene Stunde und einen schönen Abendflair einzufangen. Ich bin eh schon die ganze Zeit in Nizza mit einem, ja wir nennen es Italian Filter durch die Gegend gelaufen. Meine Sonnenbrille hat nämlich alle Farben viel weicher und intensiver gemacht wodurch mir die Stadt echt gefallen hatte. Ohne diese Brille hatte ich nur diese Ecken und Kanten vor den Augen und grelles Licht was dir in den Augen wehtut. Zudem sind wir heute über den Markt. Dort habe ich 9 Feigen für 2 Euro bekommen und das ist ja mal ein schönes Schnäppchen, also jeder der auf Feigen steht, nur zu! Durch die kleinen Gassen schlängelnd kam man an den Unterschiedlichsten Orten raus und auch die Menschen in den kleinen Gassen waren viel herzlicher und offener, viel entspannter und hilfsbereiter. Auf der großen Hauptstraße zum Einkaufen ist jede Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit irgendwo verloren gegangen. Dort herrscht das Stadtleben…

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Heute (13.08.2016) hatte ich mir vorgenommen Fotos zu machen, denn was bringt euch ein Eintrag wo es überhaupt keine Fotos gibt? Deswegen war ich heute viel unterwegs. Im Park wurde ich dann von einer Australierin angesprochen die Dundee so toll fand. Wir kamen ins Gespräch und unterhielten uns dann über Instagram. Irgendwann mussten wir weiter und wir verabschiedeten uns. Falls ihr bei ihr reingucken wollt @vitamin.see .
Wir waren in der goldenen Stunde unterwegs. Leider geht diese auch viel zu schnell vorbei und konnten der Sonne zusehen wie sie unterging. Jetzt sind wir ihr im Hotelzimmer, ich hab schon das meiste zusammen geräumt und schreibe jetzt meinen Beitrag damit ich in Deutschland nur noch meine Bilder bearbeiten und einfügen muss.

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Abschließend fass ich meine Bewertungen mal zusammen:

  1. Das Hotel:
    + Hunde werden angenommen. Wir hatten uns vorher telefonisch gemeldet und gefragt, gegen 10 Euro war das gebongt und der Hund durfte mit, wenn er nichts zerstört und nicht bellt
    + Der Preis von 372 Euro für 4 Nächte
    + Die Lage, 2 Straßen von der Haupteinkaufsstraße weg, 10 Minuten vom Strand entfernt
    + Das Personal ist sehr freundlich und hilft auch, falls man fragen hat
    – das sehr kleine Bad, also in die Dusche quetschen ist schon uncool
  2. Die Stadt:
    + der Aufbau und die Häuser
    + die kleinen engen Gassen
    + die Aussicht
    + die Atmosphäre
    – absolut HundeUNFREUNDLICHE Stadt, für große Hunde eine Katastrophe, es gibt hier keine Flächen wo der Hund frei laufen kann
    – die Unfreundlichkeit vieler Menschen
    – dein Hund wird einfach gestreichelt, egal ob du es möchtest oder nicht, denen ist das egal, gefällt denen ein Hund dann muss dieser auch angefasst werden
    – diese überheblichen Preise
  3. Urlaub Gesamt:
    + Der Aktivurlaub in dem Bereich der Verdonschlucht
    + das Campen und jeden Abend einen anderen Berg zum Einschlafen
    + die herzliche Art der Menschen in den kleiner Städten/Dörfern
    + Campen ♥
    + flexibel sein und dann fahren wenn man will
    + die Einfachheit von allem
    – angebunden sein an Campingplätze o.ä.
    – Städteurlaub nicht mit Hund, damit tut ihr ihm keinen gefallen

 

Und warum bin ich jetzt geteilter Meinung bezüglich Nizza? Mit Hund kann ich diese Stadt keinem Empfehlen. Jedem dem sehr viel an seinem Hund liegt. Dundee ging es jetzt nicht schlecht, ich hatte schon versucht es ihm alles so angenehm wie möglich zu machen aber ich finde es trotzdem nicht schön… Und die andere Seite, ohne Hund bist du viel freier Unterwegs und du hast mehr Möglichkeiten etwas zu unternehmen. Zudem setzt du deinem Hund nicht diesen Großststadtstress aus.
Ich finde Nizza echt schön, vier Tage reichen auch vollkommen aus um sich die Stadt näher anzugucken aber noch mal würde ich nicht kommen, dafür habe ich nicht genug Geld und es gibt noch genügend andere Orte die ich bestaunen möchte.

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Ich hoffe ihr hattet Spaß daran meine Erfahrungen und Gedanken über diesen Urlaub zu lesen. Lasst es mich doch wissen indem ihr mir doch ein netten Kommentar oder ein Gefällt mir da lasst. Darüber freu ich mich sehr 🙂

 

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